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Menschen betreten neues Gebäude
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Wie ein matschiges Feld Leben verändert

Die weißen Wände des neuen Gebäudes funkeln in der Sonne. Das blitzblanke blaue Dach hebt sich leuchtend vom blassblauen Himmel ab. Rund um das Gebäude stehen staunend die Anwohner des kleinen Dorfes in der Nähe von Jessore im Südwesten Bangladeschs—staunend nicht nur, weil das ehemals matschige Feld und ein paar Ziegel sich in ein nagelneues Schulungszentrum verwandelt haben, sondern auch, weil es ihr Schulungszentrum ist. Etwa ein halbes Jahr baute Bangladesh Nazarene Mission (BNM), der örtliche Partner von Helping Hands, an diesem Zentrum und einem ähnlichen in Satkhira, dem Nachbar-Bezirk. Diese Schulungszentren stehen nun den Anwohnern als Dorfzentrum zur Verfügung, vor allem aber werden dort regelmäßig verschiedene Kurse angeboten, in denen Frauen wichtige Grundsätze und Fähigkeiten erlernen, z.B. Gesundheit & Hygiene, Ernährung, Familienplanung, Menschenrechte, Erwachsenenbildung, und vieles mehr. Auch werden sie im Aufbau von Selbsthilfegruppen unterstützt und erhalten Kenntnisse über wirtschaftliche Grundsätze und alternative Einkommensmöglichkeiten. Jedes Zentrum dient ca. 100 Dörfern und trägt maßgeblich zur Ausbildung und Entwicklung der Armen bei. Dabei wird auch viel Wert auf Multiplikation gelegt: je ein paar Frauen besuchen Schulungen und geben die erworbenen Kenntnisse dann an Nachbarn und Freunde weiter.

“Durch diese Zentren können wir ganzen Dörfern und ihrer Umgebung nachhaltig helfen”, erklärt Nathan, der Direktor von BNM, das schon viele ähnliche Projekte durchgeführt hat. “Sie werden eine große Veränderung im Leben der Menschen bewirken.”

Am 26. März, dem Unabhängigkeitstag von Bangladesch, ist es soweit: Das Schulungszentrum in der Nähe von Jessore wird eingeweiht; das in Satkhira folgt am nächsten Tag. Zwar wurden beide Zentren schon im November 2009 fertiggestellt und seitdem finden auch bereits Schulungen statt. Auch mehrere Selbsthilfegruppen und Kinderzentren wurden in der Zwischenzeit in beiden Orten gegründet. Aber so eine Einweihung ist eine besondere Sache: Viele Gäste sind angereist, u.a. die verantwortlichen Vertreter der Regierung der Gegend. Dr. Hermann Gschwandtner, 1. Vorsitzender von Helping Hands, berichtet aus Bangladesch: “Bei beiden Einweihungen waren etwa 500 Leute anwesend, vor allem viele Frauen. Es waren außerordentliche Feiern, und die Gebäude sehen sehr gut aus! Die Regierungsvertreter in diesen Gegenden sind sehr dankbar, dass den Leuten hier geholfen wird. Norail, das Dorf bei Jessore, ist der ärmste Ort in der ganzen Umgebung. Die Menschen sind wirklich dankbar für diese Hilfe, und in beiden Zentren sind die Projekt-Aktivitäten schon in vollem Gange.”

In der Entwicklungshilfe ist es besonders wichtig, dass nicht jede Gruppe ihr eigenes Süppchen kocht, sondern Zusammenarbeit in allen Bereichen eine zentrale Rolle spielt. Ressourcen, Fachkenntnisse, Kontakte und das richtige Personal sind selten in einer Organisation vereinbart. Daher arbeitet Helping Hands mit Nichtregierungsorganisationen vor Ort (wie z.B. BNM) und erhält Ressourcen von deutschen und internationalen Spendern. Bau und anfängliche Schulungskosten der Zentren in Bangladesch wurden mit Geldern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit unterstützt.

© 2010 Helping Hands e.V. Bitte diesen Bericht (auch nicht auszugsweise) nicht ohne schriftliche Genehmigung weiterverwenden.

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