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zwei Frauen mit Baby
Helfende Hände im Inland

Häkelnde, badende und schenkende Hände

“So eine schöne Decke hatte ich ja für meine eigenen Babys nicht!” Magda C., die Leiterin der Arbeit in Tigmandru, Rumänien, ist begeistert. Ein Babydeckchen nach dem anderen holt sie aus dem Koffer hervor. Nicht weniger freuen sich die Mütter, die wir besuchen, um ihnen die Deckchen zu überreichen. Viele von ihnen wohnen mit der ganzen Familie in einem einzigen kleinen Raum. Die Decken sind ein ganz besonderes und unerwartetes Geschenk.

Tigmandru ist eine kleine Stadt in Siebenbürgen. Etwa 5000 Einwohner zählt dieser Ort; die meisten Bewohner sind Roma. Fast niemand in diesem Ort hat eine feste Anstellung. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner, in der Landwirtschaft im Sommer und durch Holzschlagen im Winter. Ihre Familien leben in kleinen, ärmlichen Behausungen ohne Wasseranschluss; vielen fehlt das Nötigste.

Helping Hands' örtlicher Partner möchte, in Zusammenarbeit mit der Kirche des Nazareners in Tigmandru, diesen Menschen effektiv helfen, insbesondere durch Nahrungsmittel, medizinische Hilfe und Ausbildungsprogramme. In einem speziellen Mutter-Kind-Programm wird besonders jungen Familien geholfen. Jede Woche treffen sich dafür etwa 30 Mütter mit ihren Babys im Kirchgebäude. Magda C., die eine Ausbildung für Babypflege und Babymassage abgeschlossen und viele Jahre in einem Waisenhaus gearbeitet hat, vermittelt den Müttern grundlegendes Wissen über Hygiene und Kinderpflege. Jede Woche werden die Babys dort gebadet und bekommen oft neue, saubere Kleidung. Magda macht Babymassage und zeigt den Müttern, wie sie das zuhause wiederholen und wie sie die Entwicklung des Kindes fördern können.

“Im Januar kam eine neue Mutter in unsere Mutter-Kind-Gruppe”, erzählt Magda. “Sie kam mit ihren drei Kindern im Alter von 3 und 2 Jahren und 8 Monaten. Diese Kinder waren noch nie gebadet worden! Ich habe sie ganz vorsichtig gewaschen. Die Kleinen waren sichtbar unterernährt und ihre Haut war überall infiziert. Ich habe die Mutter dann ins nächste Krankenhaus geschickt. Es war auch nötig: Die Kinder haben Hepatitis und einige andere Probleme. Manchmal ist mein Dienst hier wirklich nicht einfach! Aber ich freue mich, dass ich mein Wissen und meine Erfahrung, aber auch meine Liebe mit Menschen in dieser Stadt teilen kann.”

Natürlich ist dies auch eine gute Gelegenheit, um Freundschaften zu knüpfen und den Frauen zu zeigen, dass sie geliebt werden und sich jemand um sie und ihre Kinder kümmert. Und das erfahren sie auch jedes Jahr zu Weihnachten: Tigmandru ist einer der Orte, der einen Teil des alljährlichen Helping Hands Weihnachtstransports erhält—Weihnachtspäckchen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Kleidung und andere Hilfsgüter. Und dieses Jahr hat der Weihnachtstransport den Müttern und ihren Babys eine ganz besondere Weihnachtsfreude geschenkt.

Denn Helfende Hände können auch nähende Hände sein. Oder strickende Hände. Oder vielleicht häkelnde Hände. Hände, die in liebevoller Handarbeit Babydecken herstellen, die dieses Jahr im Weihnachtstransport nach Tigmandru geschickt wurden. Die Büsingen International Church of the Nazarene hat in den vergangenen Jahren den Weihnachtstransport auf verschiedene Weise unterstützt. Dieses Jahr kamen einige eifrige Handarbeiterinnen zusammen und strickten, häkelten und nähten 30 wunderhübsche Babydecken, die nun in Tigmandru Babys und Kleinkinder wärmen.

Häkelnde Hände, massierende Hände, Weihnachtspäckchen-packende Hände, Babys-badende Hände ... es gibt viele Möglichkeiten, wie helfende Hände Liebe und Hoffnung verschenken können, zu Weihnachten und auch das ganze Jahr hindurch. Aber ohne Hände geht es nicht, denn zum Schenken gehört immer der Schenkende, der Hände reicht, und der Beschenkte, der Hände öffnet. Und meist sind am Ende beide die Beschenkten.

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