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Kinder in Schule in Kenia
Jubiläumsprojekt—zum 25-jährigen Jubiläum von Helping Hands e.V.

25.000 Euro für "Arche" Schule im Kariobangi-Slum in Kenia angestrebt

Seit 25 Jahren bemüht sich Helping Hands e.V. um wirkungsvolle Hilfe und nachhaltige Veränderung in über 50 Ländern. Dazu gehört auch, Kindern und Familien, die im Teufelskreis von Armut, Abhängigkeit und Hilflosigkeit gefangen sind, durch Bildung, berufliche Förderung und Selbsthilfe echte Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Als Verein haben wir beschlossen, im Rahmen des fünfundzwanzigsten Jubiläums ein solches "Jubiläumsprojekt" zu fördern, das Kindern und Erwachsenen wirkliche Zukunftsperspektiven schenkt und nachhaltige Veränderung bewirkt.

Millionen von Menschen in Afrika und anderen Teilen der Erde leben in Slums, in bitterem Elend und mit wenig Hoffnung auf Veränderung. Der beste Weg, diesem Elend zu entfliehen, ist meist eine gute Schulbildung und das Erlernen von beruflichen Fertigkeiten. Das bietet im Kariobangi-Slum in Nairobi, Kenia, die "Arche" Schule an. 360 Kinder besuchen dort derzeit den Unterricht; die Schule hat schon großen Erfolg gezeigt und in dem von Gangs und Kriminalität heimgesuchten Slum viel positive Veränderung bewirkt.

Aber um in einer modernen Gesellschaft wie in der Hauptstadt Nairobi wirklich "wettbewerbsfähig" zu sein und die Chance auf einen menschenwürdigen Beruf zu haben, werden mehr akademische Fertigkeiten benötigt als nur das Lesen und Schreiben. Daher möchte die Arche-Schule besonders zwei Angebote ausbauen: die Computerkurse, die seit Kurzem im kenianischen Lehrplan Pflichtfach sind, sowie die Bücherei, in der sich die Schüler auch über den Unterricht hinaus und nach ihrer Absolvierung weiterbilden können. Damit wird Zukunft greifbar und das Kariobangi-Elendsviertel kann sich in eine Oase der Hoffnung verwandeln.

Für das Jubiläumsprojekt strebt Helping Hands Gesamtspendeneinnahmen von 25.000 Euro an. Alle Spenden kommen zu 100% der "Arche" Schule zugute und fördern zuerst die beiden genannten Projekte. Bitte überweisen Sie Ihre Spende mit Vermerk "Jubiläumsprojekt" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL oder als Online-Spende. Das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigt, dass Helping Hands e.V. mit den anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht.

 

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten
Weitere Informationen zur "Arche" Schule
Die Geschichte von James, dessen Leben sich durch die Arche Schule verändert hat

Hier finden Sie außerdem eine umfassende Wirkungsanalyse zur Arche Schule (2000–2017)

 

Kinder lesen in Schule in Kenia

 

Die PROJEKTE

Im Rahmen des "Jubiläumsprojektes" sollen vorerst die folgenden zwei Angebote der Arche-Schule unterstützt werden:

Computer-Unterricht: "IT Skills" sind nicht nur wichtig, damit die Kinder und Jugendlichen eine echte Chance haben, eine ordentliche Anstellung zu finden und aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen – Computer-Kurse sind seit Kurzem auch Pflichtfach im kenianischen Lehrplan. Im September 2016 wurde der Computer-Unterricht begonnen; die Schüler der Klassen 5–8 besuchen den Unterricht zweimal pro Woche gemäß der Vorschriften im Lehrplan.

Derzeit besitzt die Schule fünf gespendete Computer, bräuchte aber 20. Die Kurse sollen auf die 4. Klasse ausgeweitet sowie Abendkurse für Schulabsolventen angeboten werden, die nicht sofort an der Universität weiterstudieren können. Spenden werden u.a. für 15 neue Computer und das Gehalt des Lehrers genutzt.

Bibliothek: Die "Arche" Schule besitzt eine kleine Bibliothek, ist bisher aber nur dürftig mit Büchern ausgestattet. Die Bücherei wird aber nicht nur von den Schülern genutzt, sondern auch von zahlreichen "Ehemaligen", die sich in ihren Ferien gerne in der Schule aufhalten und lesen. Kürzlich wurde von Ehrenamtlichen mit den wenigen vorhandenen Büchern schon ein kleines Library System entwickelt. Besonders für ältere Kinder, Teenager und junge Erwachsene werden Bücher benötigt; sowohl Sachliteratur als auch zum Beispiel Biografien über Menschen, die den Teenagern als Vorbilder dienen können.

Weitere Pläne: Kürzlich wurde von einem deutschen Team der Schulhof gepflastert; jetzt sollen die Sportaktivitäten ausgebaut und u.a. auch eine eigene Fußballmannschaft gegründet werden, sodass mit anderen Schulen Austausch auf sportlicher Ebene stattfinden kann. Weiterhin dringend benötigt wird ein größerer Versammlungsraum im dritten Stockwerk des Schulgebäudes. Außerdem ist es ein großer Traum der Schule, das angrenzende Gebäude zu kaufen, damit eine Highschool angegliedert werden kann und die älteren Kinder nicht länger auf ein Internat weit entfernt geschickt werden müssen, was für die meisten Familien ohnehin finanziell unerschwinglich ist.

Wenn Sie sich an unserem Jubiläumsprojekt beteiligen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk "Jubiläumsprojekt" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL oder als Online-Spende.

 

Schule und Slum in Kenia

 

Die ARCHE Schule

Vor wenigen Jahren noch standen den Jugendlichen im Kariobangi-Slum in Nairobi, Kenia, nur wenige Optionen offen. Die meisten Jungs verloren sich in Gangs und Kriminalität; die Mädchen wurden im frühen Teenageralter verheiratet. "Bildung ist Leben" sagt ein kenianisches Sprichwort; Bildung bringt Leben in eine Siedlung. Aber im Kariobangi-Slum gab es diese Sorte von Leben nicht.

In Kenia, wie in vielen anderen Ländern Afrikas, ist die Landflucht ein großes Problem. Familien verlassen ihre Dörfer und ziehen in die Hauptstadt Nairobi, in der Hoffnung auf ein besseres Leben – aber dort enden 70% der Bevölkerung in Slums. Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu, und damit auch die Hoffnungslosigkeit und Frust unter den ärmeren Bevölkerungsschichten.

Kariobangi ist einer dieser Slums, der in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Allerdings leben dort weiterhin "nur" zwischen 150.000 und 200.000 Menschen. Daher ist dieser Slum für die größeren NROs und Regierungsförderung uninteressant; außerdem war die Jugendkriminalität hier so schlimm, dass keine Hilfsorganisation in dieser Gegend arbeiten wollte. Die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch; die meisten Erwachsenen haben nie eine Schule besucht. Dazu kommt, dass die Mehrzahl der Slumbewohner aus dem Norden Kenias kommen, wo es viele Spannungen zwischen den verschiedenen Stammesgruppen gibt. Diese Spannungen haben die Familien in ihr neues "Zuhause" mitgebracht – ein Zuhause, das geprägt ist von Verzweiflung und Perspektivlosigkeit, Kriminalität und Angst.

Trotzdem gaben die Menschen im Kariobangi-Slum nicht einfach auf. Sie baten einheimische Mitarbeiter unseres Partners, Alphabetisierungskurse für Erwachsene anzubieten. Das half nicht nur den Eltern – sie merkten auch, dass sie sich genau das für ihre Kinder wünschten: eine ordentliche Ausbildung, denn, das erkannten sie, eine gute Schulbildung ist der einzige Weg aus dem Slum, heraus der Verzweiflung und in eine bessere Zukunft. Zwar gab es eine neue Schule in der Nähe, aber die fand in einer Kirche statt, und die vornehmlich muslimischen Eltern weigerten sich, ihre Kinder dorthin zu senden. Sie wünschten sich eine Schule auf neutralem Boden, nahe ihrer Hütten, wo sie auch ihre sorgfältig behüteten Töchter sorgenlos hinsenden konnten.

Nach zwei Jahren, im Jahre 2000, gründete ein einheimisches Ehepaar die "Arche" Schule. Die Schule befindet sich mitten im Herzen des Slums; eine Oase des Friedens inmitten von Armut und Konflikt. Kompetente und fürsorgliche Lehrer unterrichten gemäß dem offiziellen kenianischen Lehrplan, betonen aber besonders auch gute christliche Werte, Hoffnung und Lifestyle choices (gesunde Verhaltensweisen), um den Kindern eine Alternative zum Leben in Kriminalität aufzuzeigen.

In den letzten Jahren ist die Schule auf 360 Schüler angewachsen und 2011 in ein neues Gebäude umgezogen, da das alte viel zu klein war; die Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde teilweise von Helping Hands unterstützt. Die Schule umfasst jetzt alle Grundschulklassen, von Vorschule und Kindergarten an bis einschließlich Jahrgangsstufe 8. Von der kenianischen Regierung wurde die "Arche" Schule für gute akademische Ergebnisse und geeignete Räumlichkeiten ausgezeichnet und vor zwei Jahren sogar als Prüfungsort für andere Privatschulen in der Gegend ausgewählt.

Für die Kinder ist die "Arche" Schule mehr als nur ein Ort des Lernens – es ist ihr Zuhause. Besonders für heimatlose Kinder wie Waisen ist die Schule ein Zufluchtsort, wo sie sich sicher, geborgen und geliebt fühlen dürfen. Eltern freuen sich über die fröhliche Atmosphäre und die gute Disziplin. Im Slum herrscht die Ansicht, dass auch schwierige Kinder und Kinder mit Lernschwächen in der "Arche" Schule eine Chance haben und die Schulbildung erfolgreich abschließen können. Denn die Lehrer kümmern sich liebevoll um die Schüler und investieren sich auch über den Unterricht hinaus in das Leben der Kinder. Das geschieht unter anderem durch Seelsorge und Counselling; die Lehrerin der 8. Klasse lehrt zum Beispiel "Life Skills" in kleineren Gruppen und bereitet die Jugendlichen für das Leben "in der Welt da draußen" vor – die Schüler genießen diese Zeit und sprechen offen und ehrlich auch über schwierige Themen.

Nach der Absolvierung aus der 8. Klasse – im vergangenen Jahr waren die Arche-Schule-Absolventen die besten aus etwa 80 Schulen in dieser Gegend – können die Schüler eine "High School" besuchen. Da sich viele das nicht leisten können (vor allem Halb- oder Vollwaisen), wurde ein Patenschaftsprogramm begonnen. Außerdem werden in den Ferien zusätzliche Kurse für die High-Schoolers angeboten; in einem Mentoring Programm werden alle Ehemaligen weiter begleitet und können hier ihre Schwierigkeiten, Herausforderungen und Erfolge miteinander und mit ihren Lehrern teilen. Das funktioniert auch umgekehrt: Einige der Ehemaligen kümmern sich jetzt um die Jüngeren und beraten sie in ihren Herausforderungen.

Darüber hinaus wird das Gebäude weiter für Abendkurse für Erwachsene genutzt. Etwa 30 Erwachsene besuchen Alphabetisierungskurse und Mathekurse, die ihnen helfen, ihre wirtschaftlichen Fähigkeiten zu verbessern. Manche machen sogar Kurse, in denen sie ihre Grundschulbildung offiziell fertigstellen und die offizielle Prüfung dafür ablegen. Jeweils 10–12 Frauen besuchen für 2–3 Jahre eine Nähschule, die jetzt im dritten Stockwerk der Schule "beheimatet" ist; danach können sie ein Regierungsexamen ablegen und einen Job finden oder ihr eigenes Geschäft eröffnen. Inzwischen werden ein Drittel der Kosten der Schule lokal getragen – für einen Slum wie Kariobangi ist das ein großer Erfolg.

Seit siebzehn Jahren bemüht sich die "Arche" Schule um das, was auch Helping Hands ausmacht: wirkungsvolle Hilfe und nachhaltige Veränderung – im Leben einzelner Menschen, Familien, der Kariobangi-Siedlung und der ganzen kenianischen Nation. In den Worten der Schule:

“We attempt to break the cycle of hopelessness, street life, and gang activity through both primary school education for children and vocational training for adults as part of the school's literacy, sewing, and carpentry classes. Practical job skills are geared toward those who graduate from eighth grade but cannot immediately enter high school. We hope to give all our students, especially women and girls, the chance to gain real-world skills.”

Wenn Sie sich an unserem Jubiläumsprojekt beteiligen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk "Jubiläumsprojekt" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL oder als Online-Spende.

 

Kinder in Schule in Kenia

 

James hat eine Zukunft

James lebte auf der Straße, verbrachte seine Zeit mit Banden, schwänzte die Schule und nahm Drogen. Er hat zwar noch beide Eltern, der Teenager schien aber unglücklich und voller Rebellion. Verzweifelt suchten die Eltern um Rat, wie sie ihrem Sohn helfen könnten. Die Nachbarn empfahlen ihnen, den Jungen in der Arche-Schule anzumelden, da die Schule einen guten Ruf hat und dafür bekannt ist, dass auch andere schwierige Kinder nach einiger Zeit dort gerne zur Schule gingen und sich einfügten. Anfangs war es sehr schwierig, den Jungen im Zaum zu halten, und es brauchte sehr viel Entschlossenheit, ihn zu Konzentration und Fleiß zu bewegen.

Langsam aber sicher begannen die Fröhlichkeit und gute Atmosphäre, Counselling und Fürsorge der Lehrer, geduldige Disziplin und Vermittlung von positiven Werten und nicht zuletzt auch das Spielen und Gemeinschaft mit Gleichaltrigen den Jungen zu verändern. Er liebte es, zur Schule zu kommen, und gab sich viel Mühe in den Prüfungen, sodass er schließlich die Schulabgangsexamen der 8. Klasse erfolgreich bestand. Seine Eltern können nur darüber staunen, dass ihr Sohn nun in die "High School" gehen kann, und sind sehr dankbar für den positiven Einfluss, den die Schule und Lehrer auf James hatten.

Wenn Sie sich an unserem Jubiläumsprojekt beteiligen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk "Jubiläumsprojekt" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL oder als Online-Spende.