
In den Nachrichten

Ihre Gräber markieren den Weg zum Lager
Kenia, September 2011
In den Nachrichten verdrängen andere Themen die Schlagzeilen: aber die Hungersnot am Horn von Afrika ist noch lange nicht vorbei. Nach der schlimmsten Trockenperiode seit 60 Jahren leiden in Äthiopien, Somalia, Kenia und Djibouti etwa 12 Millionen Menschen unter der weltweit größten Hungerkatastrophe. Bis zu 750.000 Menschen könnten sterben, wenn nicht bald Hilfe kommt.
Rev. Cosmos Mutowa, Leiter von Helping Hands Africa, Helping Hands' örtlichem Partner, reiste vor kurzem in die Flüchtlingslager in Dadaab, Kenia, nahe der somalischen Grenze. Es ist der größte Lagerkomplex der Welt und hoffnungslos überfüllt: Über 400.000 Menschen leben dort zurzeit, täglich kommen 1.500 neue dazu. Rev. Mutowa berichtet von seinen Eindrücken:
“Es wäre maßlos untertrieben zu sagen, dass ich "geschockt" war von allem, was ich in Dadaab gesehen und gehört habe.
Ein Mann erzählte mir, wie er auf der Reise zum Lager seine gesamte Familie verloren hat. Jetzt hat er niemanden mehr. Seine Frau starb zuerst, denn sie hatte ihren Anteil an dem kärglichen Nahrungsvorrat der Familie an ihre Kinder verteilt. Eines nach dem anderen fiel jedes der fünf Kinder dem Hunger zum Opfer; ihre Gräber markieren den langen, leidvollen Weg zum Lager.
In Afrika sind wir es gewöhnt, menschliches Leid zu sehen. Wir sehen es auf der Straße auf dem Weg zur Arbeit, vor unseren Supermärkten, in der Nähe der Schulen, die unsere Kinder besuchen, sogar vor der Tür unserer Kirchen. Wir werden immun, wenig berührt uns persönlich. Aber was ich in Kenia gesehen habe, das lässt mich nicht mehr los. Und über zweierlei bin ich mir sicher: Wir können etwas tun und wir müssen etwas tun. Ich fordere Sie auf, mit mir zu helfen und das Sterben am Horn von Afrika zu beenden. Jede Spende hilft—und jede Spende trägt dazu bei, dass Leben gerettet werden.”
Helping Hands Africa plant die Verteilung von Nahrungsmitteln, Bau von Notunterkünften und medizinische Versorgung in den Flüchtlingslagern und später längerfristige Maßnahmen zur Wiederansiedlung bzw. Umsiedlung. Genaue Pläne werden derzeit mit lokalen Partnern in Kenia und am Horn von Afrika ausgearbeitet.
Sie können den hungernden Menschen am Horn von Afrika eine "helfende Hand" reichen! Überweisungen bitte mit Vermerk "Afrika Hungersnot" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, KTO 22394, BLZ 507 500 94. Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Weitere Informationen über: Helping Hands e.V., Email: info@helpinghandsev.org.
NEU! Spenden Sie bequem online—über das Online-Formular für Afrika-Nothilfe. Sie können auch auf dem regulären Online-Formular unter "Meine Spende soll folgendem Projekt zugute kommen" die Option "Afrika Hungersnot Nothilfe (2011)" wählen.
Lesen Sie hier einen früheren Artikel zu diesem Thema oder sehen Sie eine Bildergalerie mit Szenen aus dem Flüchtlingslager in Dadaab.