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Mais, Ziegen und Wasser: Das Leben am Horn von Afrika geht weiter

Millionen von Menschen waren von der Dürre am Horn von Afrika betroffen. Zwei Jahre hintereinander blieb die Regenzeit aus; die Folge war eine katastrophale Hungersnot (2011). Viele der Menschen in dieser Gegend sind Landwirte oder Hirten, aber auf den Feldern wuchs nichts mehr und die Tiere starben, weil es kein Futter gab. Durch die schlechten Ernten erhöhten sich die Preise so drastisch, dass die ärmeren Familien sich keine Lebensmittel mehr leisten konnten. Viele verließen ihre Heimat auf der verzweifelten Suche nach Wasser und Nahrung. Zehntausende kamen um.

Amina, 34 Jahre alt, erzählt: “Sechs Kinder haben wir, vier Mädchen und zwei Jungs; zwei davon sind noch Kleinkinder. Mein Mann ist gelähmt und kann nicht arbeiten. Durch die Dürre haben wir unsere Farm und all unser Vieh verloren. Es gab kein Essen mehr, auch keine Milch für die Kleinen. Das Baby hätte fast nicht überlebt.

Wir sind dann zu unseren Verwandten gezogen. Dort kamen wir mit NCM Afrika in Kontakt. Von NCM bekamen wir ein paar Ziegen und Nahrung für drei Monate. Das reicht, um bis zur nächsten Ernte zu überleben. Inzwischen hat es wieder geregnet, und die Ziegen haben Gras zu fressen. Jetzt sind wir sicher, dass unsere Kinder überleben werden. Wir sind so dankbar!”

Helping Hands' örtlicher Partner in Ostafrika unterstützte im Frühjahr 2012 mehrere tausend der bedürftigsten Menschen mit Lebensmitteln für drei Monate (Mais, Bohnen und Öl) aber auch dringend benötigter Wiederaufbauhilfe (Samen und Werkzeuge; Ziegen, Kühe).

Da viele der betroffenen Gebiete schon vor den fehlenden Regenzeiten sehr ungenügend mit Wasser versorgt waren, wurde ein 14-Kilometer-langer Bewässerungskanal saniert und ein Teich neu angelegt, in dem sich Wasser sammelt, wo die Hirten ihre Tiere tränken können (ca. 10.000 Tiere). Außerdem wurden mehrere Brunnen repariert, die vorher nicht benutzbar waren; jeder Brunnen versorgt ca. 3.000 Haushalte mit Wasser.

Maryan, Mutter einer Bauernfamilie, erinnert sich: “Ich habe vier Kinder, aber nur der Jüngste, sieben Jahre alt, geht zur Schule. Die anderen müssen stattdessen für die Familie und unsere sechs Kühe Wasser holen. Jeden Morgen sind sie zu einem Brunnen gelaufen, der drei Kilometer von unserem Dorf entfernt sind. Wenn sie nicht schon sehr früh da waren, kamen sie mit leeren Händen zurück, denn es gab dort nicht genug Wasser. Aber jetzt, wo wir einen neuen Brunnen in der Nähe haben, können sicher bald alle meine Kinder morgens zur Schule gehen!”, freut sie sich.

Im Rahmen der Wiederaufbauhilfe wurden auch verschiedene Schulungen angeboten, über Viehzucht und Landwirtschaft, aber auch Hygiene, Gesundheit und zu sozialen Themen. Die Teilnehmer an diesen Schulungen geben nun das Gelernte an ihre Nachbarn und Freunde weiter. Viele dieser Menschen können weder lesen noch schreiben, aber sind begeistert dabei, Neues zu lernen, und haben sich an allen Aspekten der Projektplanung und Durchführung beteiligt.

© 2012 Helping Hands e.V. Bitte diese Geschichte (auch nicht auszugsweise) nicht ohne schriftliche Genehmigung weiterverwenden.

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