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nepalesische Familie
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Doch nicht vergeblich gehofft

In vielen Großstädten der Welt geschieht es ähnlich: Fast täglich ziehen hunderte von Familien dorthin, die auf der Suche sind—nach Arbeit, nach Erfolg, einem besseren Leben, der Erfüllung ihrer Träume. Manche finden, was sie suchen. Andere warten verzweifelt, oft für Generationen, dass sich etwas positiv verändert. Allzu viele hoffen vergeblich.

Kathmandu ist eine solche Stadt. Und Kanchan, Naanu und ihre Eltern waren eine solche Familie. Vor zehn Jahren kamen sie hierher. Die Eltern arbeiteten sehr hart—aber keiner ihrer Träume erfüllte sich. Bald konnten sie kaum das Schulmaterial und die Uniformen für ihre Töchter bezahlen. Es ist nicht einfach, die ganze Woche sauber und ordentlich zur Schule zu gehen, wenn man nur eine einzige Schuluniform besitzt! Wenn es regnete, mussten die Mädchen eben mit nasser Kleidung in der Schule sitzen. Und nicht mal einen alten Schirm hatten sie, um ihre Bücher vor dem Regen zu schützen.

Aber die Eltern gaben nicht auf. Sie hofften weiter auf eine bessere Zukunft. Eines Tages lieh sich der Vater etwas Geld und ging fort, um im Ausland zu arbeiten.

Als NCM Nepal, Helping Hands' örtlicher Partner, in ihrem Stadtteil für die ärmsten Familien ein Kinderzentrum eröffnete, wurden auch Kanchan und Naanu dazu eingeladen. Sie begannen, jeden Tag nach der Schule dorthin zu gehen. Erst dachten sie, da geht es nur um ein bisschen Hausaufgabenhilfe und ein Spiel oder zwei. Wie erstaunt waren sie, als sie merkten, was alles zu so einem Kinderzentrum dazugehört!

Neues Schulmaterial – spannende Wettbewerbe – kreative Extrakurse – tolle Ausflüge – viel Sport und Spiel – Kurse über Gesundheit und soziale Themen – täglich eine nahrhafte Mahlzeit – regelmäßige Arztbesuche – kulturelle Feste und Veranstaltungen z.B. an Weihnachten, Ostern und Neujahr aber auch am Weltkindertag oder Weltumwelttag – und vieles, vieles mehr!

Auch die Mutter entdeckte viel Neues: Zum Beispiel lernte sie in besonderen Schulungen, wie sie mit einfachen Lebensmitteln nahrhaftes Essen kochen kann. Was auch immer das Kinderzentrum anbot—Kanchan, Naanu und ihre Mutter waren dabei.

Schließlich hörte auch der Vater davon. Er kam nach Hause und sah sich alles genau an. Dann entschied er, lieber zuhause zu arbeiten. Erst fand er eine Anstellung in einer nahegelegenen Fabrik, die Eisenstäbe, -gitter und -tore herstellt. Nach einer Weile eröffnete er mithilfe eines Darlehens von NCM Nepal seine eigene Mini-Fabrik, wo er nun Eisenstäbe herstellt.

Die Familie kann kaum glauben, was sich in so kurzer Zeit alles bei ihnen verändert hat. Sie haben doch nicht vergeblich gehofft!

“So kann durch zwei kleine Kinder eine ganze Familie verändert werden!”, bemerkte einer der Leiter des Kinderzentrums. Und genau darum geht es bei den Kinderprogrammen von Helping Hands und Partnern: dass durch die Kinder auch ihren Familien und Siedlungen wirkungsvoll geholfen und nachhaltige Veränderung ermöglicht wird.

© 2013 NCM Nepal & Helping Hands e.V. Bitte diese Geschichte (auch nicht auszugsweise) nicht ohne schriftliche Genehmigung weiterverwenden.

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