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Jenseits der "Straße des Todes"—Ein neuer Kindergarten in Albanien

Im Kindergarten in Gorre, Albanien, wunderten sich die Lehrer: Ein kleines Kind war gerade neu in die Gruppe gekommen. Nach nur zwei Tagen stand es plötzlich auf, nahm jedes Kind in seiner Gruppe nacheinander in den Arm und sagte: “Danke, dass ich hier mit euch im Kindergarten zusammen sein kann!” Nach nur zwei Tagen? Überrascht erklärten sich die Lehrer: Dieses Kind muss sofort die Liebe gespürt haben, die hier ausgestrahlt wird. Denn der Kindergarten in Gorre ist kein gewöhnlicher Kindergarten. Die albanische Gesellschaft leidet noch immer sehr unter dem Wertverlust durch den Kommunismus: Viele Menschen, junge ebenso wie alte, haben nichts, an dem sie sich orientieren oder festhalten können, wodurch viele gesellschaftliche Probleme entstehen. Im Kindergarten in Gorre werden daher neben dem normalen Unterricht auch christliche Werte vermittelt, und das wirkt sich deutlich sichtbar in den Familien aus.

Der "Flowers of Life" Kindergarten in Gorre wurde vor mehr als fünf Jahren begonnen, u.a. durch Unterstützung aus Deutschland (Spenden und Arbeitseinsatz). Dort erhalten zurzeit 36 Kindern aus umliegenden Dörfern neben dem Unterricht auch ein Mittagessen, Lern- und Spielmaterial; außerdem werden Seminare für Eltern und verschiedene Veranstaltungen angeboten. Die Familien zahlen monatliche Beiträge, die sie sich leisten können—denn das Land ist weiterhin von großer Armut gezeichnet. In den nächsten Monaten soll das Angebot des Kindergartens im Sinne der "ganzheitlichen Entwicklung" noch erweitert werden, wenn möglich auch für Schulkinder.

In Albanien ist der Besuch eines Kindergartens für Kinder von 3–6 Jahren Pflicht und gilt als offizieller Teil der Schullaufbahn. Aber oft ist es für die Kleinkinder schwierig, einen geeigneten Kindergarten zu erreichen. In Kamez, einem stark wachsenden Vorort von Tirana, gibt es bisher keinen Kindergarten. Um den nächstgelegenen zu besuchen, müssen die Kinder eine weite Strecke zurücklegen und dabei eine extrem gefährliche Straße überqueren, die "Straße des Todes": Hier geschehen die meisten tödlichen Autounfälle in Albanien. Erst letzten Herbst wurde ein Kind auf dem Schulweg überfahren; jetzt wird die stark befahrene Straße noch auf die doppelte Breite erweitert.

Daher plant nun das "Institute for Total Encouragement", Helping Hands' örtlicher Partner in Albanien, die Eröffnung eines Kindergartens in Kamez. Ein Ehepaar hat dafür ein Stück Land zur Verfügung gestellt, das in einer ruhigen Seitenstraße liegt und direkt von den Wohngebieten aus erreicht werden kann, ohne die Hauptstraße zu berühren. Zum Grundstück gehören ein einstöckiges Gebäude, das renoviert und eingerichtet werden muss, und ein relativ großer Garten. Das Ehepaar wird auch die Leitung des Kinder­gartens übernehmen; beide sind als Lehrkräfte ausgebildet und haben viele Jahre Lehrerfahrung bzw. als Schuldirektor. Der Unterricht wird dem offiziellen Lehrplan der Regierung und des Bildungsministeriums folgen, aber auch, gemäß dem Prinzip eines Kinderzentrums, die körperlichen, psychischen, geistigen und sozialen Bedürfnisse der Kinder ansprechen, um ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Familien zu ermöglichen.

In der letzten Maiwoche erhielt Helping Hands' örtlicher Partner die letzten Genehmigungen für die Eröffnung des Kindergartens in Kamez. Über die Sommermonate wird nun renoviert und eingerichtet, damit der Kindergarten pünktlich im September beginnen kann. Momentan besteht eine Genehmigung für bis zu 40 Kindern; dies kann später ausgeweitet werden, z.B. durch den Bau eines weiteren Stockwerks.

Auch dieser Kindergarten wird durch deutsche Spenden unterstützt: Beim Joggathon in Gelnhausen am 29. Mai 2011 wurden ca. 4.000 Euro "erlaufen", für Renovierung, Einrichtung und Unterhaltskosten für die ersten sechs Monate. Weitere 2.500–3.000 Euro werden noch benötigt. Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, dass Kindern in Albanien echte Chancen für die Zukunft eröffnet werden, markieren Sie Ihre Überweisung bitte mit dem Vermerk "Kindergarten Kamez" (Konto von Helping Hands e.V., KSK Gelnhausen, KTO 22394, BLZ 507 500 94) oder spenden Sie bequem online: Bitte notieren Sie auf dem Online-Formular die Projekt-Referenznummer 501012.

© 2011 Helping Hands e.V. Bitte diesen Bericht (auch nicht auszugsweise) nicht ohne schriftliche Genehmigung weiterverwenden.

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