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Gruppe bei Wasserfall
Arbeitsteam Sri Lanka 2012

Am 15. Oktober ging es los: Das Arbeitsteam (Work & Witness) 2012 aus Deutschland nach Sri Lanka. Dort bauen die 12 Teilnehmer in einem kleinen Ort namens Ury nahe Badulla in der östlichen Bergregion ein sogenanntes "ministry centre" (Gemeindegebäude mit Kinderzentrum). Hier berichten sie über ihre Erfahrungen:

NEU! Hier sehen Sie die vollständige Bildergalerie der zwei Wochen in Sri Lanka.

Samstag, 27.10.2012

Nach einer langen Busfahrt heute sind wir nun im NCM Center in Colombo und warten auf die Abfahrt zum Flughafen gegen 23.30 Uhr. Gestern sind wir von Badulla nach Kandy gefahren, haben dort in einem sehr schönen Hotel übernachtet und uns heute gegen 10.00 Uhr auf den Weg nach Colombo gemacht. Unterwegs haben wir noch das Elefantenwaisenhaus besucht; dort sind einige unserer Gruppe auf einem Elefanten geritten und durften sogar einen Elefanten waschen—ein ganz besonderes Erlebnis.

Im NCM Center haben wir nun die Gelegenheit, noch ein wenig auszuruhen und uns frisch zu machen, bevor wir dann gegen 3.15 Uhr von Colombo nach Dubai abfliegen werden. Sonntagmittag wird die Gruppe dann wieder in Zürich und Frankfurt landen.

Wir grüßen euch ganz herzlich und freuen uns schon, euch zum Missionstag in Seligenstadt/Froschhausen zu sehen.—Claudia für das Arbeitsteam 2012

Donnerstag, 25.10.2012

7.30 Uhr Start in den Tag mit einem srilankischen Frühstück, eine Art Fladenbrote mit Marmelade und Banane, dazu Avocadosaft und natürlich Tee. Sehr lecker. Um 8.30 Uhr geht es los, ein letztes Mal zur Baustelle, um dort noch weitere Wände zu verputzen.

Team hinter SandburgWir freuen uns, dass der Putz von gestern nicht wieder von der Wand gefallen ist, und starten durch, um die letzten Arbeiten zu erledigen. Mit jeder Stunde kommt ein weiterer Arbeiter/Pastor zur Baustelle und es geht zu wie in einem Ameisenhaufen. Wir Frauen schleppen Sand und sieben wie die Weltmeister. Nachdem die Männer nicht mehr nachkommen und der Sandhaufen immer höher wird, bauen Manu und Claudia eine Sandburg daraus (siehe Foto). Die Einheimischen amüsieren sich köstlich und meinen dann, es würde wie ein Grab aussehen, wen wir denn begraben hätten?

Naja, so haben wir ein wenig Spaß und gute Gemeinschaft; nach dem Mittagspicknick mit dem obligatorischen Scheibletten- oder Käseecken-Sandwich, Karotten und Tomaten gibt es noch leckere Ananas und Mango. Heute geht es darum, alle Reste zu verbrauchen, da unsere Zeit hier nun dem Ende zugeht.

Männer reden auf BaustelleNachdem der zweite Raum verputzt ist, machen wir gegen 14.30 Uhr Feierabend, übergeben die Arbeitshandschuhe und die mitgebrachten Werkzeuge, noch ein letztes Gruppenfoto und dann geht es ein letztes Mal den Weg zurück zu unserer Unterkunft. Noch einmal grüßen wir all die freundlich lächelnden Nachbarn und Familien auf diesem Weg, die Kinder begleiten uns mit lautem Byebye und hoffen wohl, dass Thelma noch eine Gummibärchenpackung aus der Hosentasche zaubert.

Pünktlich zum Abschluss setzt auch der gewohnte Regen ein, dazu eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit. Wir sind dankbar, als wir an unserer Unterkunft ankommen und nach einer erfrischenden Dusche in saubere Klamotten steigen dürfen. Nach einer Tasse leckerem Nachmittagstee heißt es nun Kofferpacken und alles bereit machen für die Abreise morgen früh. Gegen 10.00 Uhr werden wir Freitag vom Ury Estate abfahren und uns auf den Weg nach Kandy machen.

Wann spricht man von einem erfolgreichen Einsatz? Wenn man das geplante Projekt komplett gebaut hat? Wenn man das Dach draufsetzt oder wenigstens die Wände hochgezogen hat? Wir haben ein paar Fundamente mauern können und immer wieder Wasser aus den Gräben geschöpft. Nebenbei haben wir über 350 Steine geschleppt und gehofft, dass wir sie verbauen werden, allerdings ist es dazu nicht gekommen. Ist unser Einsatz nun fehlgeschlagen? Das ist eine Frage, die wir hier immer wieder mal stellen und immer kommen wir zum gleichen Schluss: Nein, er ist nicht fehlgeschlagen!

Wir glauben, dass man nicht nur erfolgreich ist, wenn das Gebäude steht—es ist ein Work & Witness Einsatz—und in diesem Einsatz kam mehr der Witness-Part zum Tragen. Wir waren ein Zeugnis in diese Ortschaft hinein, einfach in unserem Anwesend sein, in unserem Akzeptieren der Situation, wir waren den Pastoren vor Ort eine Stütze und haben sie in dieser nicht einfachen Zeit ein Stück begleiten können, ermutigen können. Wir haben in ihnen besondere Menschen kennengelernt, die ihren Glauben in Anfechtungen leben und es auch in Zukunft nicht immer leicht haben werden. Wir haben viel von ihnen lernen können und erlebt, dass sie ihre Kraft aus ihrem Glauben ziehen. Die Umstände, unter denen sie arbeiten und leben, wären für manchen von uns schon Anlass aufzugeben. Aber sie dienen Gott und ihren Mitmenschen mit einer unglaublichen Freude und Hingabe. Am Ende des Einsatzes sind wir die reich Beschenkten, auch wenn wir eigentlich dachten, dass wir viel geben werden.

Dieser Einsatz war zu jederzeit erfolgreich—und wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Mittwoch, 24.10.2012

Heute ging es wieder rund, 7.30 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr Abmarsch zur Baustelle. Dort haben wir in dem schon bestehenden Gebäude (ein Rohbau mit Dach) die Wände verputzt und Kabelkanäle und Dosen für Lichtschalter und Steckdosen angebracht. In diesem Haus wird in hoffentlich drei Monaten Pastor Vimal einziehen, und hoffentlich wird sich dann das Verhältnis zu den Nachbarn verbessern.

Frauen sieben SandIn einem Tag haben wir 1,5 Räume verputzt; da wir erst den Dreh herausfinden und uns in diese Tätigkeit einfinden mussten, dauerte es ein wenig, bis wir vorankamen. Beim Sand sieben und Putz herstellen zeigten sich schnell die Profis für die jeweiligen Aufgaben. Mittags gab es ein Picknick auf der Baustelle. Wir sind sehr dankbar für einen fast regenfreien Tag, am Nachmittag setzte nur kurz ein Nieselregenschauer ein, der aber schnell wieder von Sonnenschein abgelöst wurde.

Gegen 17.00 Uhr kamen die letzten zur Teatime zur Unterkunft zurück, müde und zufrieden. Die eigentliche Baustelle haben wir nicht betreten, sie liegt direkt neben dem Haus, aber wir wollen keinen Anstoß für Ärger geben. Wir hoffen und beten sehr für die Gemeinde vor Ort, dass sich dieser Konflikt sehr bald lösen wird. Morgen werden wir noch einmal zum Haus gehen, dort noch soweit wie möglich Wände verputzen und dann die Baustelle sauber verlassen.

Dienstag, 23.10.2012

Vor einer Woche waren wir das erste Mal auf der Baustelle, nun ist eine Woche vergangen und vieles ist in dieser Woche geschehen—vielleicht nicht das, was wir geplant und erwartet haben, aber trotzdem glauben wir, dass unser Herr am Wirken ist, auch gerade in den Schwierigkeiten.

Gestern Nachmittag haben wir eine Teefabrik gegenüber unserer Unterkunft besichtigt, es war sehr interessant, zu sehen, wie der Tee produziert wird, den wir so selbstverständlich im Aldi kaufen. Heute Morgen hatten einige das Vergnügen einer Rikschafahrt nach Badulla zum Einkaufen; am Nachmittag nahmen zwei den öffentlichen Bus und zwar genau zur Feierabendzeit—eine sehr besondere Erfahrung.

Die neuesten Nachrichten sind nun, dass wir morgen früh wieder zur Baustelle sollen, um am schon bestehenden Pastorenhaus die Innenwände zu verputzen. Das freut uns wirklich, denn so können wir den Leuten hier doch noch etwas helfen. Allerdings sind wir alle nicht die Verputzer, zu 90 Prozent völlig unerfahren darin, sodass wir schon etwas unsicher sind, wie das morgen verlaufen wird. Aber wir sind zur gleichen Zeit zuversichtlich, irgendwie wird es klappen.

Zwischendrin finden immer wieder Gespräche statt, zwischen den Pastoren und Leuten im Ort; betet weiterhin für die Situation, es ist wirklich nicht leicht für die Verantwortlichen vor Ort. Dazu kommt, dass es heute fast den ganzen Tag geregnet hat, zwischendrin gab es immer mal sonnige Momente, aber es regnet jeden Tag stärker. Wir haben heute erfahren, dass die Einheimischen sehr dankbar sind für den Regen. Es hat seit 6 Monaten nicht geregnet, d.h. der Tee wächst nicht so gut, was dazu führt, dass die Teepflückerinnen keine Arbeit haben. Nun, wo es wieder öfter regnet, werden sie bald wieder mehr zu tun haben.

Sonntag, 21.10.2012

Gegen 8.45 Uhr werden 6 Personen unserer Gruppe zum Gottesdienst nach Badulla abgeholt. Dort erleben wir einen inspirierenden Gottesdienst, dürfen ein Lied auf Deutsch singen und hören eine Predigt eines sehr engagierten indischen Predigers auf Tamil und Englisch. Nach 2,5 Stunden sind wir bei Pastor Daniel zum Mittagessen eingeladen. Heute durften wir eine echte srilankische Mahlzeit erleben, wobei der wirklich scharfe Anteil separat war und nur bei Bedarf gegessen werden konnte. Einige von uns machten dann auch die Übung, mit den Fingern zu essen, keine leichte Aufgabe!

Die andere Hälfte unserer Gruppe besucht den Gottesdienst in Ury, der Gemeinde, für die wir das Zentrum bauen. Auch sie erleben eine gesegnete Zeit, singen drei Lieder in Deutsch und Ludwig Duncker predigt an diesem Sonntag. Auch konnten wir eine Gitarre überreichen, die wir dank einer Spende aus Deutschland mitbringen konnten. Nach dem Gottesdienst genießen sie ebenfalls ein leckeres Essen. Danach werden sie spontan gebeten, in der Nachbarschaft beim Sportfest einer Montessorischule eine Rede zu halten und Ludwig und Pastor Vimal nutzen die Gelegenheit, dort zu sagen, was Gutes durch das Zentrum entstehen kann. Wir beten sehr, dass der Herr durch diese Gelegenheit zu den Menschen hier redet.

Den Nachmittag verbringen wird bei einer leckeren Tasse Tee in unserem Essenssaal, haben nette Gemeinschaft, spielen, stricken, unterhalten uns, während es draußen monsunartig schüttet. Man kann gerade mal zehn Meter weiter sehen, dahinter ist eine weiße Wand aus Regen und tiefhängenden Wolken.

Wie wird es morgen weitergehen? Können wir morgen früh endlich wieder auf die Baustelle? Werden wir gut vorankommen?—Das sind die Fragen, die uns momentan beschäftigen. Bisher ist die Stimmung gut, aber wir fragen uns schon, welchen Sinn das alles macht. Vor ein paar Tagen haben wir gemeinsam Psalm 37 gelesen, in dem Gott zusagt, dass er sich um die Gerechten kümmert, dass er dafür sorgt, dass sie das Land erben und dass wir ihm vertrauen sollen. Diese Verse haben uns Mut gemacht, nicht zu verzagen, sondern wirklich zu vertrauen, dass Gott am Ende das letzte Wort spricht. Vielleicht sind wir einfach hier, um die Christen hier auf eine ganz andere Art und Weise zu unterstützen, als wir geplant haben. Bitte betet mir uns für einen guten Ausgang in dieser sehr ungewöhnlichen Situation.

Freitag, 19.10.2012

Nun ist es schon Freitag und unsere erste Woche in Sri Lanka ist fast vorbei. Wie schon berichtet, können wir momentan nicht zur Baustelle, da die Stadtverwaltung einen Baustopp verhängt hat. Heute haben wieder Gespräche stattgefunden, sogar ein Minister hat sich eingeschaltet, um zu helfen. Und vielleicht hat das schon alles einen guten Schritt voran gebracht. Heute Mittag haben wir erfahren, dass es sehr wahrscheinlich am Montag wieder weitergehen kann, wofür wir wirklich sehr dankbar wären.

Menschen auf TeeplantageHeute zum Abwarten gezwungen, haben wir uns auf einen Spaziergang durch die Teeplantagen begeben, und dabei sehen können, wo und wie der gute Ceylontee gepflückt wird. Eine mühevolle Arbeit für die Teepflückerinnen, die sich durch recht steile Hänge nach oben arbeiten und dabei einen Sack Tee am Kopf angehängt tragen, der nicht weniger als 10–30 Kilo wiegt. Am Nachmittag sind einige von uns noch einmal nach Badulla gefahren, um sich die Stadt noch ein wenig anzusehen. Wir erleben bei unseren Unternehmungen eine wunderschöne Landschaft und sehr freundliche Menschen, die uns immer wieder mit einem Lächeln beschenken.

Das Abwarten ist nicht gerade die einfachste Übung, da wir gleichzeitig wissen, dass unsere Tage in Sri Lanka weniger werden und noch so vieles zu tun wäre. Jeden Nachmittag regnet es wieder und wir fragen uns schon, wie die Baustelle wohl aussieht, halten die schon erstellten Fundamente den Regenmassen stand oder müssen wir wieder von vorne anfangen? Wir werden es wohl am Montag erst erfahren.

Morgen machen wir einen Ausflug und am Sonntag besuchen wir die Gemeinden in Ury und in Badulla. Bitte betet weiterhin für die Situation hier, wir möchten wirklich am Montag wieder auf die Baustelle und das Projekt voranbringen. Betet, dass wir weiterhin in guter Zuversicht bleiben und das Team diese ungewöhnliche Situation weiterhin gut meistert.

Mittwoch, 17.10.2012

schlammige BaustelleHeute haben wir den zweiten Tag auf der Baustelle erlebt. Als wir morgens dorthin kamen, sah alles wie ein Swimming Pool aus. Alles stand unter Wasser! Wir haben erst mal viele Eimer Wasser geschöpft, um weiterhin das Fundament zu mauern. Wir sind sehr dankbar, dass es bis heute Abend nicht geregnet hat, sodass wir recht gut vorankamen. Rechts seht ihr ein Bild unserer Baustelle!

Am Nachmittag sind dann Leute vom Rathaus aufgetaucht, die kontrolliert haben, was wir da eigentlich tun. Es gab viele Gespräche und viel Tee und Kaffee und wieder Gespräche auf dem Rathaus dann später. Das Ergebnis ist nun, dass ein Baustopp ausgesprochen wurde. Morgen finden weitere Gespräche statt und wir hoffen, dass der Baustopp mit einem Tag dann aufgehoben wird und wir am Freitag wieder arbeiten können. Morgen werden wir nun eine Sightseeing tour machen und unseren schon sehr strapazierten Muskeln eine Pause gönnen.

Ansonsten geht es uns gut, wir sind ein tolles Team und haben eine gute Gemeinschaft!

Dienstag, 16.10.2012

Nach einer sehr langen Anreise mit zwei mehrstündigen Flügen folgte eine fast 9-stündige Busfahrt durch den srilankischen Verkehr. Heute hatten wir nun den ersten Tag auf der Baustelle. Wie uns durch die örtlichen Pastoren mitgeteilt wurde, waren 60% der Bodenplatte fertig. Für unser Verständnis hieß das, dass wir zumindest mit einem Teil unserer Mauerarbeiten beginnen konnten.

schlammige BaustelleAllerdings wurde unser deutsches Verständnis einer 60-prozentigen Bodenplatte bei unserem ersten Besuch der Baustelle heute Morgen dem einheimischen angepasst. Da von den Außenfunda­menten der drei Wände lediglich eines fertig war, haben wir damit angefangen, die Fundamente mit Natursteinen und Zement zu setzen. Nach einer Einweisung und Demonstration der einheimi­schen Arbeitsweise konnten wir starten. Auch die Verständigung von Deutsch in Englisch weiter in Tamil funktioniert recht gut. So konnten wir bis zum einsetzenden Regen einen Teil der Fundamen­te auf unserer recht schlammigen Baustelle fertigstellen.

Morgen geht's weiter …

 

Arbeitsteams (sogenannte "Work & Witness Teams") sind ausschließlich ein Projekt des deutschen Bezirks der Kirche des Nazareners. Das Arbeitsteam 2012 unterstützt in Sri Lanka ein Projekt des örtlichen Partners von Helping Hands.

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